31. Januar 2008

Ain‘t no sunshine…

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Keine Sonne, keine Wärme…
Alles was übrig bleibt sind neblige Sicht und vernebelte Gedanken. Wenn ich aus dem Fenster schaue sehe ich grauen Himmel und mein Innerstes. Egal was ich tue, es ändert sich nicht. Ich muss weg hier, weg aus meinem Loch sonst gehe ich ein. Scheisse. Ein grosses Wort für kleine Probleme. Vielleicht aber auch nicht.

Burnout, komplett am Arsch. Man denkt sich: Warum sollte ich mich nicht einfach betrinken? Vielleicht gehen die Gedanken weg die mich so quälen. Irrlichter statt leitender Wärme. Kalter Sumpf. Ich komm da nicht mehr raus. Was ist hier los? Was ist mit mir los? Warum gehts immer nur bergab wenn es doch heisst es müsste wieder rauf gehn? Vielleicht ist das Tal nur so tief und dunkel.

Ich seh Kameras und die Bildzeitung in der U-Bahn. Menschen deren Gedanken ich nicht lesen will. Augen deren Kontakt ich nicht suche. Bin ich paranoid oder sind das alle anderen? Wohin fahren wir überhaupt? Wenn der Typ da vorne noch einmal von Integration redet schlage ich ihm die Zähne zu Brei. Gewalt, Gewalt. Immer nur grausam.

Und da reden sie von kriminellen Ausländern und linksfaschisten und sie bauen Mauern und Zäune und sie überwachen und spionieren. Alle feiern mit. Doch inzwischen kratzt mich das nicht mehr. Losing all hope is freedom. Kamikaze Kurs. In mir herrscht Sturm und ich hab kein Seil um mich festzubinden. Das kleine Boot auf dem ich segelte ist längst untergegangen und ich stürze nur noch in den Maelstrom. Scheiss drauf, einfach fallen lassen. Herz gebrochen, mit Herz geht auch Kraft und Mut. Aber man weiss wie man sich verhalten soll. Einfach ducken und weitermachen. Lauern, drauf warten das was passiert. An der richtigen Stelle auf die Wand geschrieben was leider keiner denkt: unser Leben ist so unwichtig, unser Leben muss sich ändern. Wir rufen und schreien und wir randalieren und lassen es krachen. Leider hört man nur den Lärm und nicht die Botschaft. Doch vielleicht denkt mal jemand nach warum es da lärmt und kracht. Vielleicht kommt mal einer drauf, dass es um den Lärm nicht geht. Weitermachen. Noch bin ich weder im Krankenhaus noch im Knast. Viele sind es, aber weniger sind wir nicht geworden.

Mein Licht kommt nicht mehr zurück… dann muss ich mir wohl ein Feuerchen anmachen.

4. Januar 2008

Oh Shit!

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Oh Shit… heute von Drogenbullen in Zivil gefilzt worden. Mit Kumpel Vodka kaufen gegangen, er bezahlt und trinkt, ich kaufe blabla. Danach direkt von zwei netten Menschen mit Ausweisen angesprochen worden. Oh ja Herr Beamter, bitte greifen sie mir in die Hose. Verdammt, er wollte nur meine Schuhe sehen. Hat sich darüber lustig gemacht das meine Schuhe dampfen. Kein Wunder, sind ja auch minus Grade, wir haben Frost. Dämlicher Hund.

Nichts gefunden haben sie, habe jeglichen Kommentar verweigert. Danach… gekifft. Oh Shit. Vielleicht sollte ich mal eine Pause einlegen. Jetzt ist Silvester vorbei, ich bin also ohne Ausrede. Okay, nix mehr volldröhnen. Zurück ins normale Leben. Normale Schlafperiode, keine Paranoia, keine Fressflashs in der Küche, keine abgefuckten Theorien über das Leben an sich oder wie man mit Hilfe des Fetischforums reich werden könnte.

Ansonsten: Zum Thema Gedankenprostitution. Alles was ich hier schreibe, versuche ich so allgemein wie möglich zu fassen. Alles was ich hier schreibe findet natürlich auch seinen Weg zu meinen Bekannten, die sicherlich in vielen Fällen die ersten Leser dieses Blogs sind. Das ist mein Seelenstriptease, ein bisschen angefüttert mit rhetorischem Schrott und vielleicht auch humoristischem Schwachsinn. Aber dennoch ist das mein Leben das ich hier beschreibe. Wollte ich nur mal so gesagt haben.

Ich glaube mein Vorhaben für 2008 ist einen Schritt weiter. Ich denke, wenn man es schafft einer besonderen Person zu schildern was man fühlt ist das ein grosser Schritt. Aber ein grösserer Schritt ist es, jemandem zu versprechen, dass man sich zurückhält und die Freundschaft zum höchsten Gut zu erklären. Ich muss nicht ewig in Selbstmitleid baden, das ist Egostreichelei. Aber ein bisschen schadet nie, manchmal treibt es einen zum Nachdenken an.

Ich bin froh, dass ich mir eine wichtige Freundin bewahren kann. Egal ob ich im Moment traurig bin, ich weiss, dass ich eine tolle Person kenne und das ich wieder toll mit ihr befreundet sein kann. Es braucht Zeit aber so ist das mit den Dingen. Dieser Gedanke heitert mich auf und vielleicht heilt er nicht nur meine Wunden.

1. Januar 2008

Alles verloren, nichts gehabt.

Kennt ihr das? Wenn man Silvester gefeiert hat und sich so leer fühlt? Ich jedenfalls fühle mich sehr leer. Ich fühle nichtmal meinen Kater. Aber das ist auch ganz gut so denke ich.

Ich fühle mich in letzter Zeit sowieso ziemlich leer. Alle gut gemeinten Ratschläge und Radschläge von FreundInnen können mich nicht aufheitern. Jede Menge Scheisse gebaut, das verloren was ich schon immer suchte und vielleicht nie wieder finden werde.

Warum ich das getan habe? Ich weiss es nicht. Ich war vielleicht einfach ein Arschloch. Alles rächt sich. Ich hänge durch und ziehe alle mit. Es ist ein Alptraum und ich wünschte ich würde aufwachen und alles wäre wie gestern.

Mein guter Vorsatz fürs Jahr 2008? Vielleicht das eine wieder gerade zu biegen was mir noch wichtig ist, wenn alles andere dazu im Vergleich erblasst und lächerlich wird. Denn alles wirkt wie schmutziger Beton wenn ich in ihre Augen schau.

Frohes neues Jahr…

„If only I could put into words
The way I feel
Telling myself the situation’s not real
Lost and sometimes I feel
I have nowhere to go
Because you tell me it’s wrong
To let my feelings show
I‘ve Lost My Place To turn
I know I fucked it up
I turned away
One too many times
Suffered from an ego trip
That left me fucking blind
Friends are telling me
The loneliness will go away
But the memories will be there
As long as
The ink in my fingers stays“
-Judge „I‘ve lost“

17. Dezember 2007

Pech und Schwefel…

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Riesenparty am Wochenende gefeiert. Geknutscht. Gekifft. Geredet.

Manchmal frage ich mich, wieso ich nicht einfach mal im Lotto mitspiele. Vielleicht gewinne ich ja was und muss mein Leben lang nicht arbeiten. Bauernhof in der Bretagne kaufen, Kommune einrichten, Füsse hochlegen. Die Antwort ist wohl der Wattekopf mit dem ich am Sonntag erwacht bin. Er schrie mir quasi ins Ohr: DESWEGEN!

Ich vermute, wenn ich wirklich eine Geldmenge auf dem Konto hätte von dem man getrost ohne zu arbeiten leben könnte, wäre das einzige was ich machen würde feiern. Das heisst ich wäre wahrscheinlich übertrieben oft zugedröhnt. Man würde mich eines Tages ertrunken in meinem Swimmingpool finden, den Joint noch im Mund, in der leblosen Hand ein Glas Martini. Auf der Beerdigung hielte ein Mann im Stringtanga eine Abschiedsrede, alles vorher protokolliert von meinem Notar (ich war sicherlich stoned to the max als ich ihm die Rede diktierte).

„Und hier geht von uns, the great Motherfucker. Der Mann dem man nicht in die Augen sehen konnte weil sie so rot waren. Warum? Warum sterben die besten immer so jung? Timothy Leary sagte einmal irgendetwas schlaues, er hat das alles aufgeschrieben, also bitte kaufen sie sein Buch. Amen.

Der Verstorbene war bekannt in den besten Kreisen als anonymer Partytiger der uneingeladen zu erscheinen und auf dem Sofa hängenzubleiben pflegte, versunken in Gespräche über das Universum und die Probleme der Menschheit um die erarbeiteten Lösungen nüchtern wieder zu vergessen.
Auf der Suche nach seiner Hose stolperte er über seine Mahagoni Strandliege und fiel in seinen Pool um die letzte Party zu feiern.“

Und ich liege dann in meinem Sarg und freue mich, dass ich diesen Vertrag damals unterschrieben habe. Der hinkende Typ im Anzug versprach mir damals einen Gewinn im Lotto, ich müsse das klein gedruckte gar nicht lesen. Irgendwas über meine Seele die nun Warner Brothers gehört oder so. Ich bin ja nicht abergläubisch. So hab ich wenigstens ein schönes Leben gehabt. Verdammter Gartenstuhl.

9. Dezember 2007

Toilletten Tango

Heute war Megafon Party. Megafon, dass ist das studentische Theaterfestival hier in Bochum. Das heisst: Stück gesehen, mal wieder unglaublich gesoffen. Bin gerade nach Hause gekommen, finde meinen eigenen Arsch kaum noch mit beiden Händen. Es ist ein Wunder, dass ich diese Zeilen hier noch schreiben kann.

5x Vodka Ahoy, 2x Erdbeerlikör, 2x Bier, Kotzen, Halluzinationen, Absturz. Habe mich wacker gehalten. Absoluter Tiefpunkt, Exzess, Rockbottom eben. Habe mit einem unglaublich hübschen Mädchen aus Glasgow/Hamburg geflirtet. Kann mich sogar noch an ihren Namen erinnern. Und dann war da ein Typ mit Grass. Mit dem habe ich gekifft, kann mich aber leider nicht mehr an seinen Namen erinnern.
Und bevor ich jetzt völlig zugedröhnt darüber philosophiere wie diese beiden Menschen Jing und Jang repräsentieren, springe ich lieber ins Bett und gucke Knight Rider.

Die haarige Brust David Hasselhoffs. Das hat meine Jugend geprägt. Aversionen gegen Körperbehaarung? Well, you might have to hang around with the „Hoff-meister“!

6. Dezember 2007

Relevanz=Relewanst

Ja, ich bin immer noch wach. Augen schmerzen langsam. Aufmerksamkeit löst sich in Leere auf. Ich habe allerdings immer noch das Bedürfnis zu schreiben.

Ich habe mich entschieden nicht mehr über Relevantes zu schreiben. Diese Aussage ist natürlich nicht ernst zu nehmen. Relevanz erhält eine Thematik schon alleine dann wenn darüber nachgedacht wird.

Allerdings reden schon viel zuviele von konkreten Dingen, von Alltagspolitik, von Dialektik, von Theorie und Ideal. Ich nicht. Ich bin nur wegen der Party hier. Koks und Bier, Kaviar und Plastik.

Und wenn man mich fragt: „Wie hat Pollesch das gemeint? Was soll das?“, dann sage ich: „Keine Ahnung, ich bin nur wegen der Party hier.“
Also, lasst mich in Ruhe mit Hegel und Lacon und Adorno und Kant und Freud und bladiwadiblah, „Ich will einfach nur, nichts mit euch zu tun haben“.

Desweiteren ist klarzustellen: Wenn ich noch jemanden in der U-Bahn mit seinem scheiss Handy erwische der lautstark Sido hört oder irgendeinen anderen Mist, Deutschpunk oder Schlager oder mir egal was, dem schiebe ich sein Telefon in den Hintern und rufe solange drauf an bis er Blut kotzt. Danke.

Punk heisst wieder Menschen fressen. Ich geh jetzt pennen.

Montags Crew besuchen. Dienstags Uni verpennen.

Back to the hood! Nachdem ich mich von meinem gestrigen Kater erholt habe gehts ab Freunde aufstöbern. Habe irgendetwas wirres geträumt. Leider nur vergessen worum es ging. Irgendwas mit Gänsen und Jägermeister.

Im AJZ rumgehangen, beinahe geprügelt. Danach sehr viel gekifft. Ich glaube das war die lustigste ICE Fahrt meines Lebens.

Nächster Tag war härter. Aufgewacht und noch 30 minuten bis zum Seminaranfang. Kurz reflektiert: Pseudo intellektuelles Geschwafel von gefühlslinken Studenten anhören oder schlafen? Schnell eine Antwort gefunden. Bis 16:00 gepennt. Das Lebens ist schön.

Wochenende… Verwandtschaft. Drei Kreuze.

Samstags Theatermarathon. Ein Typ im Vorbeigehen während ich vor dem letzten Theaterstopp auf ner Parkbank saß: „Ey, was ist denn hier los?“. Ich: „Theater“. Er: „Achso“. Geht weiter und verschwindet mit seinen prolligen Kumpels. Das hat den Abend für mich sehr gut zusammengefasst. 2 Flaschen Jägermeister.

Danach wild zu electro-clash getanzt und weiter getrunken. Irgendwie nachhause gekommen. Schlafen. Übelkeit.

Am nächsten Tag über Konsumverhalten gegrübelt während ich meine Zähne geputzt habe. Sachen gepackt und direkt den ersten Zug nach Hannover verpasst. Eine Stunde zu spät los, Zug hatte 30 Min. Verspätung. Allerdings konnte ich gleich eine riesen Fahne vorweisen, weswegen ich vermutlich auch einen doppelten Sitzplatz für mich allein hatte. Eine sehr empfehlenswerte Strategie.

In Hannover angekommen die Familie aufgegabelt und ab zu Verwandtschaft. Gänse Essen mit Tätergeneration. Zauberhaft. Vor meinem inneren Auge spielen sich Kriegsszenen ab. Gänse werden mit Fallschirmen über der Normandie abgeworfen. Geschützfeuer. Deutsche Wehrmachtssoldaten mähen Geflügel nieder. Ich sollte nicht mehr so viel trinken.

5. Dezember 2007

A new Start… in German.

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Jaja… Deutsch. Ich habe seit langer Zeit mal wieder nichts geschrieben. Jetzt ist es daher von Nöten meinen Gedankenwust auf diesen Blog zu kotzen in üblicher Manier. Oder? Vielleicht auch nicht.

Vielleicht braucht es einen völlig neuen Ansatz… eine Umstrukturierung. Sozusagen einen Stilwechsel. Na dann fangen wir mal damit an, dass ich meine alten Artikel in eine Kategorie verbannen werde.

14. Oktober 2006

Paris

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Weird adventures in Amsterdam. We spent the second night with some German guy who dragged a coke dealer with us through several bars in the red-light district. We didn`t really feel good about the whole thing but I flirted with a nice boy in one of the little pubs and got to know a few prostitutes who were hanging out there. I am not going into any moral questions hat might have turned up. It was a night of quiet and curious observation. One of the hookers told us she already had nine guys this evening and that this is normal business for her. I cannot even feel how she must feel or comprehend why someone would choose to live like this. I think the institutionalization of love and sex must destroy someone from deeply within. How can you feel good about your body or your sexuality if it is sold to older men and drunks who are desperately looking for satisfaction.

The German guy tried to rip off the dealer later on and our evening turned into a fucking nightmare. We had to flee from the dealer and his gorillas because he was enraged to have spent the night with a guy who didn`t actually buy anything at all but got something like 3 grams to „see if the stuff is good enough to buy“. Well we got into a cab to drive us into safety but the cab driver must have seen that we were trying to escape. When he was supposed to drop us off at the central station it was supposed to cost 9,20 euros but he wanted to have 15 bucks. Of course we didn`t want to give him that much so he threatened to take us back to the „olde kerk“. He sped the whole way and tried to intimidate us. When we got out he attacked the guy that took us and all the other cab drivers encircled us. We were able to escape though and get back to our camping ground without paying anything or getting hurt.

The next days were not as spectacular. Lots of coffeeshops and a few new friends. We hitchhiked to Rotterdam and spend two days there without anything really exciting but the city has real nice modern architecture. Now we are in France! In Paris to be exact. We arrived yesterday night and were trying to find a squat or a cheap hostel but were not successful. We met two nice guys though, Nico and Clemens, and Clemens invited us to stay with him at his house. We had a few beer in a nice cosmopolitan bar, and Clemens saved some drunk moron who wanted to commit suicide. We had a nice sleep, nice talks and some safety for the night so we can try to find something else today… Stay tuned! I will update you with our latest adventures!




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